Bildbeschreibung

Ein Rundum-Blick vom Aussichtsturm an der Babisnauer Pappel. Im Vordergrund ein ausgedehntes Weizenfeld, darunter die Stadt Dresden im Elbtal. Auf der anderen Seite, jenseits des Feldweges, ein blühendes Rapsfeld. Der Blick entlang des langen Schattens der Bäume reicht bis in die Sächsische Schweiz. Am Horizont deutlich erkennbar die Festung Königstein.

Panorama der ländlichen Umgebung Dresdens vom 26.04.2008. Die Abmessungen des Original-Fotos: 25630px x 2800px

von der Babisnauer Pappel aus zu sehen

nach Westen:

nach Norden:

nach Osten:

  • Berge der Sächsischen Schweiz
  • Lilienstein
  • Festung Königstein
  • Hochhäuser von Pirna-Sonnenstein

nach Süden:

Foto vom Naturdenkmal: ein magischer Ort

Dieser Baum markiert nicht nur einen schönen Aussichtspunkt hoch über der Stadt Dresden - er ist selbst ein 200 Jahre altes Naturdenkmal. Majestätisch hebt er sich als Silhouette am Horizont über dem Elbtal ab.

Wenn man sich verdeutlicht, wie exponiert diese Stelle ist und Gewitterblitze eine Vorliebe für Pappeln haben - dann muss man schon beinahe an Wunder glauben. Wie konnte dieser Baum dort so lange überleben?

Alles begann im Jahre 1808: Gutsbesitzer Johann Gottlieb Becker pflanzte die Schwarzpappel als Grenzmarkierung.

die Geschichte eines historischen Baumes

Die strategisch wichtige Lage dieses Platzes 330 Meter über Normal Null war schon früh bekannt. So errichtete man in den »Jugendjahren« der Pappel ein Beobachtungsgerüst. Das war 1866 im Preußisch-Österreichischen Krieg.

Das Leben des Baumes wäre hier beinahe schon zu Ende gewesen: Doch mit dem Aufkommen von Heimats- Wander- und Gebirgsvereinen gab es schon damals Naturschützer. Die Pappel samt Grundstück wurde 1884 vom Gebirgsverein Sächsische Schweiz gepachtet, um die Fällung des Baumes zu verhindern.

In den nächsten Jahr(zehnten) pflanzte man noch einige Eichen neben die Schwarz-Pappel, wovon denen alle starben.

1922 baute man (auf die Pappel?) ein neues Aussichtsgerüst. 1937 erkannte man den Baum als historisch an und stellte ihn unter Schutz. Zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges wurde 1944 bis Kriegsende eine Fliegerabwehrstaffel an der Pappel stationiert. 1958 und 1963 wurden neue Aussichtsplattformen errichtet. In einem Gewittersturm verlor der Baum 1967 zirka ein Drittel seiner Krone. Die Mitglieder des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz erreichten 1999 die Errichtung eines neuen Aussichtsturmes, den man heute vorfindet. 2006 wurd eine neue Schwarzpappel (Baum des Jahres 2006) gepflanzt.

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