Bildbeschreibung

Ein 360-Grad-Weitwinkel Panorama aufgenommen vom Halde-Hügel (auch oft als Trümmerberg bezeichnet) in Dresden-Friedrichstadt. Das Original-Bild hat eine Auflösung von 142.37 MPixels (25423 x 5600 px)

(u.a. anklickbare) Plätze im Bild von links nach rechts:

Agneshöhe am Fernsehturm Dresden, Triebenberg (Dresdens höhster Berg), darunter: Sporthallen (Freiberger-Arena), Erlweinspeicher (Heute Hotel der gehobenen Mittelklasse), Frauenkirche (der helle Turm mit runder Kuppel), Hofkirche, Yenidze (ehemalige Tabakfabrik im Stil einer Moschee), Schlossturm, Haus der Presse, Rathausturm mit Goldenem Rathausmann (das „Neue Rathaus“ - Sitz der Stadtverwaltung), am Horizont die Babisnauer Pappel, Turm des World Trade Center, am Horizont: Windberg über Freital, Bienertmühle, Alberthafen, am Horizont der Bismarckturm auf den Weinbergen von Radebeul, Schlachthofbrücke Messe Dresden Röschenhof, Erlwein-Turm am Schlachthaus

Geheimtipp: mehr als Verkehr und Sportplätze

Wer nicht als Tourist die Messe oder eine Sportveranstaltung besucht, wird kaum in die Verlegenheit kommen, Dresden-Friedrichstadt mit dem Ostra-Gehege zu besuchen.

Heute kennen Dresdener die Friedrichstadt als Güterverkehrszentrum (Verschiebebahnhof Dresden-Friedrichstadt), mit einem Alten Katholischen Friedhof, dem Binnenhafen, unglaublich schlechten Straßen - bestenfalls noch das denkmalgeschützte Krankenhaus. In jedem Fall weniger als Touristisches Glanzlicht.

Das Panorama-Foto zeigt jedoch eindrucksvoll, dass dieser Ort ein echter Geheimtipp ist. Zum Zeitpunkt der Aufnahme senkte sich die Abendsonne über das Hafenbecken, ein Heißluftballon startete, ein Paraglider versuchte vergeblich in die Luft zu kommen und auf dem Fußballplatz lieferte man sich ein spannendes Spiel.

Ostra Gehege, Friedrichstadt?

Das altsorbische Wort oztrov beschreibt treffend die Lage des Geländes: Flussinsel. Wo sich heute Dresden-Friedrichstadt erstreckt, befand sich gegen 1200 das Dorf Oztrov (bzw. Ostra).

Später entstand auf dem Gebiet ein Tiergehege (das Ostra-Gehege) und eine Handwerkersiedlung, die 1730 in Friedrichstadt (nach dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August II) umbenannt wurde.

Der Name Gehege rührt aus der Zeit, als das Große Ostragehege noch kurfürstliches Jagdgebiet und Wildpark war. Überliefert ist jene Zeit durch das Gemälde "Das Große Gehege bei Dresden" von Caspar David Friedrich (1832). Man kann es in der Galerie Neue Meister in Dresden bewundern.

Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Ostragehege zu einem bürgerlichen Naherholungsgebiet der Friedrichstadt und Pieschen.

im Panorama-Bild zu sehen:

Die Halde - künstlicher Berg mitten in der Stadt

Der Ort, von dem dieses Bild aufgenommen wurde,liegt ca. 30 Meter über dem Alberhafen. Die heute als Halde in Karten verzeichnete Erhebung entstand als Aufschüttung des Aushubs der nahegelegenen Flutrinne.

Hafengelände Alberthafen Dresden-Friedrichstadt

Der Alberthafen in Dresden-Friedrichstadt ist ein Binnenhafen an der Elbe. Das 42ha große Hafengelände ist ausschließlich dem Güterverkehr vorbehalten. Die Größe des Hafenbeckens im Bild täuscht: es ist 75m breit - der Südkai (links auf dem Foto) ist 1000m lang. Damit ist Platz für 20 Schiffe. Die Krananlagen dienen dem Umschlag von Containern, Massen-, Stück- und Schwergütern.

Bienertmühle

Das 63 Meter hohe Gebäude der Dresdener Mühle prägt die Stadtsilhouette von Dresden-West. Die Getreidemühle, die Anwohner oft nur Bienert-Mühle nennen, steht direkt am Alberthafen. Ihren Namen hat sie von der Firma Bienert (Gottlieb Traugott Bienert), von der sie errichtet wurde.

das neue Messegelände

Am anderen Ende der Schlachthofbücke (gegenüber des Hafens) kann man den Eingang zum Gelände der Dresdner Messe sehen. Links davon auch die Messehallen.

Die Geschichte dieser Neuen Messe beginnt 1999, nachdem schnell Ersatz für den Ausstellungspalast am Straßburger Platz (errichtet 1896) benötigt wurde. Jener wurde abgerissen und das Gelände an den Autokonzern VW verkauft. Heute befindet sich am Straßburger Platz die Gläsernen Fabrik von Volkswagen.

Das neue Messegelände auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofes befindet sich immer noch im Umbau. Heute erwirtschaften die Messehallen mit mehreren Hallen und Konferenzräumen nur wenig. Nicht zuletzt durch seine abgelegene Lage ist die Messe gegenüber der Leipziger Messe unattraktiv - totz Konzerten, Shows und Sportveranstaltungen.

Alter Schlachthof -einstmals Jugendstil- Häuser & Fleischkombinat

Rechts der Messe sieht man einen Turm, der zum Erlweinschen Vieh- und Schlachthof gehörte. Nach einer großflächigen Aufschüttung entstand der Schlachthof zwischen 1906 und 1913 als Ersatz für den Betrieb in der Leipziger Vorstadt. Die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg beschädigten das Areal mit seinen historischen Gebäuden in Jugendstil-Architektur schwer. Nach Kriegsende wurde der Schlachthof schnell und einfach wieder aufgebaut und beherbegte zu DDR-Zeiten das Dresdner Fleischkombinat.

Sport im Ostra-Gehege

Was man sonst nur auf Luftbildern sehen kann: das Ostra-Gehege beherbergt viele Sportanlagen, die nach dem Ersten Weltkrieg ab 1920 entstanden. Später baute man auf dem Gelände das Heinz-Steyer-Stadion und eine Eissporthalle (Anfang 2008 nach den Flutschäden von 2002 abgerissen). Auf dem Foto kann man das sportliche Treiben auf Fußballplätzen erkennen. Doch nicht nur das: begünstigt durch die weiten Freiflächen und den hohen Hügel der Halde ist dieser Ort Startplatz für Heißluftballons und Paraglider.

Weiter rechts im Bild, im Anschluss an Sportplätze des SG Dynamo Dresden e.V. Nachwuchsleistungszentrums erstrecken sich große Sporthallen. Die bekannteste ist die Freiberger-Arena (das große helle Gebäude im Vordergrund). In Ihr werden Eishockeyspiele aber auch Boxwettkämpfe ausgetragen.

Altstadt und Dresden-Mitte zusammen im Bild

Direkt über der Freiberger-Halle ist das Altstadt-Zentrum zu sehen. Bemerkenswert: In dieser Perspektive schiebt sich die in Dresden Mitte befindliche Yenidze direkt in die Sichtachse. Das markante Gebäude im Stil einer Moschee ist das Fabrikgebäude einer ehemaligen der Zigarettenfabrik.

World Trade Center

Der runde Turm des Dresdener WTC befindet sich am Stadtring um die Altstadt. Besonders auffällig, wenn sich die Sonne in den Scheiben der Glasfassade spiegelt. Das im Dezember 1996 eröffnete Gebäude beherbergt vor allem Büros, Restaurants, Geschäfte, Bibliotheken und ein Hotel.

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