Glossar

Die Sprache im Internet ist nicht für jeden und alle verständlich. Deshalb habe ich eine kleine Zusammenfassung von hier verwendeten Abkürzungen und Begriffen aufgestellt. Ich hoffe, dass ich damit die oft komplizierte Welt der Internet-Kommunikation ein wenig näher bringen kann.

A

accessibility:

englischsprachiger Begriff, der die Zugänglichkeit von Angeboten für alle Benutzer - egal über welches Endgerät - für Behinderte und Nichtbehinderte - beschreibt. Gleichbedeutend mit den Begriff Barrierefreiheit verwendet.


B

barrierefrei / barrierefreies Webdesign:

manchmal auch Zugänglichkeit oder Accessibility genannt - ist die Kunst, Webseiten so zu programmieren, dass jeder sie lesen kann. Was bei der Gestaltung von Webseiten oft nicht berücksichtigt wird, ist dass viele Menschen körperliche Einschränkungen haben. So bilden bestimmte Technologien, die Art der Programmierung und/oder die Gestaltung "Hindernisse" für deren Zugang zum Internet. Dies können eine unglückliche Auswahl der Farbkombinationen, unklar strukturierte Webseiten, nicht bedienbare Navigationsmechanismen, fehlende oder irreführende Texte zur Beschreibung von Grafiken und vieles mehr sein. Die verantwortlichen Webgestalter sollten auf eine gute Programmierung achten. Denn sie können Menschen mit oder ohne Sinnes- und Körperbehinderungen das Surfen im Netz erleichtern.

BGG - Behindertengleichstellungsgesetz:

In § 11 des am 27. April 2002 verabschiedeten bundesweiten Gesetz zu Gleichstellung behinderter Menschen werden alle Dienststellen der Bundesverwaltung dazu verpflichtet, ihr Angebot an Internetseiten oder grafischen Programmoberflächen barrierefrei zu gestalten. Laut BGG gilt also folgendes: Internetangebote und grafische Programmoberflächen müssen in allgemein üblicher Weise und ohne fremde Hilfe nutzbar sein (§ 4 / 11 BGG)

BITV - Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung:

Regelt Die praktische Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes. Im Wesentlichen ist dies eine Übersetzung der bereits 1999 veröffentlichten Web Content Accessibility Guidelines 1.0 (WCAG1). Darin ist genau aufgelistet, welche Barrieren im Angebot zu beseitigen sind. Die BITV soll der technischen Entwicklung und den internationalen Standards zeitnah angepasst werden. Die Umsetzung des § 11 durch Dienststellen der Bundesverwaltung soll schrittweise erfolgen und bis spätestens 31.12.2005 abgeschlossen sein. Eine Ausnahme sind Internetangebote, die speziell behinderte Menschen als Zielgruppe ansprechen und schon vor Inkrafttreten der BITV (17. Juli 2002) bestanden haben. Diese Seiten müssen bis spätestens 31.12.2003 barrierefrei gestaltet sein.


C

CD - corporate design:

ist ein Teilbereich der Corporate Identity (CI) und beinhaltet das gesamte visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Organisation. Dazu gehören sowohl die Gestaltung der Kommunikationsmittel (z.B. Firmenzeichen, Geschäftspapiere, Werbemittel, Verpackungen) als auch das Produktdesign. Die Gestaltung aller Elemente des Corporate Design geschieht unter einheitlichen Gesichtspunkten, um bei jedem Kontakt einen Wiedererkennungseffekt zu erreichen.

CGI - Common Gateway Interface:

Der CGI-Standard ermöglicht das Starten von externen Programmen auf dem Web-Server. So kann man Programme oder Scripts im Web bereitstellen, die von HTML-Dateien aus aufgerufen werden und die selbst HTML-Code erzeugen können. Traditionell ist Perl die Programmiersprache, die zum Erstellen von CGI-Scripts eingesetzt wird.

CMS - Content Management System:

Oft auch Redaktionssystem gennant. Mehr oder weniger komplexe Websoftware, die es auch Laien erlaubt, Texte und Bilder in einer Webseite zu publizieren.

CSS - Cascading Style Sheets:

Ergänzung zu HTML, mit der die physische Darstellung der HTML - Elemente festgelegt werden kann. Auf den Punkt gebracht, können damit Schriftart / Farbe / Abstände / Rahmen einer Webseite einzeln oder dokumentübergreifend festgelegt werden. Das W3C empfiehlt es zu zur Trennung von Inhalt und Layout. CSS ist keine Programmiersprache.


D

DIN- Deutsches Institut für Normung e.V.:

Deutsches Institut für Normung e.V.

dpi - dots per inch:

Punkte pro Längeneinheit (inch)

DTHML:

verbindet HTML, CSS und JavaScript, um interaktive Webseiten zu erzeugen. Wird auf dem Browser des Clienten ausgeführt.

DRM - Digital Rights Management

ein Verfahren, mit dem Urheber- und Vermarktungsrechte an geistigem Eigentum, vor allem an Film- und Tonaufnahmen, aber auch an Software oder elektronischen Büchern im Computerzeitalter gewahrt und Kopien verhindert werden sollen. Problem: Computer-Dateien und andere digitale Medien (CD, DVD) lassen sich anders als traditionelle Informationsträger (z.B. Bücher oder Schallplatten) ohne Qualitätsverlust und ohne nennenswerte Kosten beliebig kopieren.


E

Ergonomie

wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Anpassung von Arbeitsmitteln und Arbeitsumgebungen an Eigenschaften und Bedürfnisse der Menschen beschäftigt. Um deren Gesundheit zu schützen und ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. In der Informatik unterscheidet man zwischen Software- und Hardware-Ergonomie. Die Software-Ergonomie befasst sich mit der Gestaltung dialogorientierter Programmsysteme und Benutzeroberflächen, die den geistigen, körperlichen und sozialen Bedürfnissen der Menschen entgegenkommen. Die Hardware-Ergonomie beschäftigt sich mit der Anpassung der Arbeitsgeräte (Monitor, Tastatur, Maus, ...) und der Arbeitsumgebung (Stuhl, Tisch, Beleuchtung, ...) an die körperlichen und psychologischen Eigenschaften der am Computer arbeitenden Menschen.


F

Folksonomy:

Von "folk" und "taxonomy". Statt einem Bibliothekar, der Web-Inhalte hierarchisch nach bestimmten Über- und Unterkategorien klassifiziert, ordnen alle Internetnutzer die von ihnen verwendeten Inhalte bestimmten Schlagworten zu. Vorteil ist, dass Leute verschlagworten, die die Inhalte auch nutzen, Nachteile liegen vor allem bei Synonymen und Sprachunterschieden.

Flash:

Ein Bild/Animationsformat der Firma Macromedia, mit dem vektor-basierte Grafiken animiert und mit Sound und Interaktion unterlegt werden können. In der Vergangenheit sorgte das neben nervenden Trailern und Hirngeburten web-fremder Marketing-Strategen auch für unterhaltsame Filmchen. Unter Gesichtspunkten der Zugänglichkeit ist der Einsatz dieses Formates ausgesprochen problematisch.

front-end:

im Unterschied zum Backend sind dies direkt sichtbare Elemente einer Anwendung: beispielsweise Masken oder Fenster, in denen der Benutzer Daten eingibt.


G

GIF

Ein Dateiformat. GIF-Grafiken können maximal 256 unterschiedliche Farben enthalten. Geeignet für Strichzeichnungen und Bilder, die nur geringe Farbtiefen aufweisen sowie viel gleichfarbige Flächen enthalten. Für detailreiche und vielfarbige Fotos sollte man besser *jpg wählen. Bei Interlaced GIF Grafiken wird noch während des Ladens das komplette Bild in einer niedrigen Auflösung gezeigt und die vollständige Auflösung nach und nach geladen.

GUI - Graphical User Interface

grafische Benutzeroberfläche. Beispiel: KDE, Gnome,


H

Hoax

Hoaxes (vom englischen hoax: narren, foppen) sind Falschmeldungen, die vor angeblichen Gefahren warnen. Diese sind meist nicht vorhanden oder technisch unmöglich. Die Empfänger solcher über E-Mail oder Bildschirm-Fenster verbreiteten Meldungen sollen verunsichert oder zu bestimmten Aktionen verleitet werden. In jedem Fall richten diese Textschädlinge mittelbar Schaden an, indem sie beim Empfänger Ressourcen in Form von von Zeit binden.

Homepage

Nur! Die Einstiegsseite, die der Besucher zu Gesicht bekommt, wenn er http://beispiel.de in die Browser-Adresszeile eingibt. Oft wird dieser Begriff fälschlich für die gesamte Internetpräsenz verwendet.

HTML:

Abkürzung für Hypertext Markup Language. Standardisierte Seitenbeschreibungssprache für WWW-Seiten im Internet bzw. Intranet. Definiert in der ISO-Norm 8879. Diese Beschreibungssprache ist nach wie vor die Grundlage aller WWW-Seiten und sollte von jedem, der sich Webdesigner nennt, blind beherrscht werden.


I

IDN - Internationalized Domain Names :

Unterstützung von Umlauten und anderen Sonderzeichen in Domains. Eine Domain wie www.Baden-Württemberg.de sollte man damit genau so in die Adresszeile des Browsers eingeben können.

ISO

International Organization for Standardisation

IT

Informationstechnologie


J

Java:

Java ist eine vollwertige und leistungsfähige Programmiersprache. Java wird vorrangig in 2 Bereichen erfolgreich im Web eingesetzt: beim Online-Banking und bei web-basierten Chats. Kleine Java-Anwendungen können als Java-applets im Browser des Clienten funktionieren. Dazu muss auf dem betreffenden Rechner die Java Runtime Environment (JRE) installiert sein.

JavaScript:

von der Firma Netscape erfundene Skriptsprache, welche in HTML eingebunden, spezielle oder unterstützende Aufgaben im WWW lösen kann. Hat nichts mit mit der Programmiersprache Java zu tun.


K

Konqueror:

Ein vorwiegend auf Linux-Systemen verwendeter Web-Browser. Ein Programm, das wie Internet Explorer, Firefox oder Safari Webseiten anzeigt. Während man mit Microsofts Internet Explorer das WWW nur exploriert - entdeckt, tut man mit dem Programm Konqueror konquerieren - also erobern. Was Linux-Usern gefallen mag.


L


M

Mash-up:

Kombination aus mehreren Social-Software-Applikationen (zum Beispiel ein Wiki, bei dem sich Artikel taggen lassen).

MCDST - Microsoft Certified Desktop Support Technician:

von Microsoft zertifizierter Desktop Support Techniker

MTBC - Mean Time between Crash:

mittlere ausfallfreie Zeit eines Betriebssystems

MTBF - Mean Time between Failure:

mittlere ausfallfreie Zeit eines Systems

MTTR - Mean Time to Repair:

mittlere Dauer für die Wiederherstellung nach einem Ausfall


N


O

offtopic:

ein Begriff, der oft in Foren zu lesen ist und so viel wie »nicht zum Thema gehörend« bedeutet.

OPML - Outline Processor Markup Language:

Ein von der Firma Radio UserLand etabliertes, XML basiertes Dateiformat zum Austausch von strukturierten Informationen. Bekannteste Anwendung ist der Austausch von RSS Feed Listen zwischen Newsreadern.

OS

Operation System, deutsch: Betriebssystem


P

PDA - Personal Digital Assistent:

kleines, tragbares Gerät zur Speicherung von Daten wie Kalender, Adressen und E-Mails mit einem kleinen Display.

Phishing

Beim Phishing handelt es sich um eine Form des Trickbetrugs. Das Ziel eines Phishers besteht darin, an Passwörter und geheime Zugangsdaten von Internet-Usern zu gelangen. So versenden Kriminelle unter dem Namen von seriösen Unternehmen Massen-E-Mails, in denen die Empfänger unter falschem Vorwand zum Besuch einer manipulierten Website aufgefordert werden. Dort sollen diese dann vertrauliche Informationen wie Passwörter, Kreditkarteninformationen oder Online-Banking-Daten aktualisieren. Hinterhältig: sowohl E-Mails als auch Webseiten sind von den Betrügern in ihrem Layout einfach zu kopieren.

PHP (vielfältige Abkürzungen):

eine serverseitige Scriptsprache, mit der sich dynamische Webinhalte erzeugen lassen. Bedeutet, dass die Webseiten nach bestimmten Anweisungen erst nach Anforderung erzeugt werden. Dies geschieht direkt auf dem Server, von dem die Inhalte abgerufen werden. Daher spricht man auch von serverseitig. Javascript und VB-Script dagegen wird auf dem Browser des Benutzers nach dessen Regeln ausgeführt.

Pixel:

Das Pixel ist ein Kunstwort aus picture und element. Es ist der kleinste Bestandteil eines Raster- oder Bitmap- Bildes. Hintergrund: digitale Bilder bestehen aus einer Menge kleinster, verschiedenfarbiger Punkte. Je mehr (bei Digitalkameras spricht man von Megapixeln) Punkte eine solche Bitmap-Grafik hat, um so detaillierter sieht es aus. Neben den Bitmap-Bildern gibt es Vektorgrafiken.


Q

Quirks Mode:

Darstellungsmodus für nicht standard-konforme Webseiten im Browser. Ursache ist kein oder ein fehlerhafter Verweis auf eine DTD (doctype - declaration) zu Beginn der Datei. Hintergrund: Browser versuchen, eine Webseite nach dem Standard zu rendern (verarbeiten), der in der DTD angegeben ist. Dies sind Spezifikationen wie HTML 4.0, XHTML 1.0 Transitional oder HTML 4.01 Frameset etc. Das Gegenteil des Quirks Mode nennt sich Standard Compliance Mode.


R

RFID

Radio Frequency Identification ermöglicht die Funkerkennung von Objekten. Die auf den Chips gespeicherten Daten können von speziellen Lesegeräten ohne Berührung ausgelesen werden. Sie werden zum Beispiel auf Etiketten oder in der Logistik verwendet.


S

Screenreader:

Ein sehr komplexes "Bildschirmausleseprogramm", das Bildschirminformationen (die Texte, Grafiken, Aufbau) interpretiert und an Ausgabemedien wie Braillezeilen- und Sprachausgaben weitergibt. Eingeschränkte Nutzer (Sehbehinderte) sind auf solche Geräte angewiesen. Nur mit ihrer Hilfe ist es Ihnen möglich, sich Webseiten vorlesen zu lassen. Für solche Ausgabegeräte müssen Webseiten besonders sorgfältig und durchdacht konzipiert und programmiert werden.


T

Tagging:

(vom englischen tag: Etikett, Anhängsel) Kennzeichnen von Internetadressen, Bildern oder anderen Dateien mit Schlagworten (Tags), die das Wiederfinden erleichtern. Beispiel für Social Bookmarking-Anbieter: Mister Wong

Template:

Templates sind Gestaltungsschablonen, in denen festgelegt ist, an welcher Stelle einer Internetseite Text steht, wo ein Bild plaziert werden kann und so weiter. Der Einsatz von Templates ermöglicht es, mit einfachen Mitteln ein durchgängiges Layout einer Site umzusetzen.

Text-Browser:

Anzeigeprogramme, die nur Text (keine Grafiken) darstellen. Mit dieser Einschränkung sind sie eine gute Möglichkeit, Internetseiten unter besonderen Bedingungen zu betrachten (die denen eines Screenreaders näher kommen). Ein solcher Text-Browser ist Lynx. Einen Lynx-Simulator finden Sie hier Online.

nur-text-Seiten:

Um den Anforderungen von barrierefreiem Webdesign zu entsprechen, werden vielerorts Nur-Text-Seiten im Internet veröffentlicht. Oft als Alternativ-Version zu ihren untauglichen Webangeboten. Was auf Mobiltelefonen noch funktionieren könnte, bedeutet in der Praxis jedoch das Gegenteil von barrierefrei. Die so fehlenden Farb/Bildinformationen machen anderen Nutzergruppen den Zugang zu den Inhalten schwer.


U

UDP - User Datagram Protocol:

ist eine funktionsreduzierte Alternative zum Datenübertragungs-Protokoll TCP. UDP sitzt wie TCP in der Schicht zwischen IP und den Anwendungsprotokollen – es wird aber als „verbindungslos“ bezeichnet. Es kontrolliert die Datenübertragung nur minimal. Weder stellt es sicher, dass Datenblöcketatsächlich beim Empfänger ankommen, noch kümmert es sich darum, ob sie in der richtigen Reihenfolge eintreffen. Wozu ist es dann gut? Es gibt Gelegenheiten, in denen TCP schlicht zu viel Aufwand bedeuten würde. Das gilt zum Beispiel bei der Echtzeitübertragung von Video- oder Audiodaten. Hier kann man eher mit ein paar fehlenden oder verfälschten Daten leben, als zu warten, bis sie noch einmal geschickt werden.

usability:

Benutzerfreundlichkeit oder auch Gebrauchstauglichkeit von Computeranwendungen. Dabei spielt das Maß, in dem der Nutzer effektiv, effizient und zufriedenstellend an sein Ziel gelangt, eine vordergründige Rolle.


V

valid / Validatoren

valid bedeutet gültig. Validatoren sind Programme, die Webseiten auf ihre Konformität mit gegebenen Richtlinien oder Standards prüfen. Bekannte online-Validatoren sind der des W3C für gültiges HTML und "Bobby" zur Prüfung der WAI-Richtlinien.

Vektorgrafik

Vektorgrafiken beschreiben nicht, welche Farbe ein einzelner Bildpunkt hat, wie bei Bitmaps, sondern sie beschreiben Objekte. In der einfachsten Form sind das: Kreise, Rechtecke, Dreiecke. Diese können mit Mustern, Farben oder Farbverläufen gefüllt sein. Ihr Vorteil: sie können verlustfrei gedreht, verzerrt und vergrößert werden.


W

W3C:

Synonym für das Word Wide Web Consortium. Von verschiedenen mit dem INTERNET eng verbundenen Firmen und Konzernen gegründeter Interessenverband. Das Konsortium fördert Standards und die Interoperabilität von World Wide Web-Produkten.

WAI - Web Accessibility Initiative:

Innerhalb des W3C beschäftigt sich WAI (Webzugangsinitiative) mit dem barrierefreien Zugang zum Internet. Erklärtes Ziel des W3C ist es hierbei, das WWW möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

WCAG - Web Content Accessibility Guidelines:

In den Webzugangsrichtlinien des W3C sind Anforderungen sowohl an die Site-Programmierung als auch an Inhaltsarchitekturen, Layout-Grundlagen und Technologie-Verwendung niedergelegt. Auf diesen schon 1999 aufgestellten Standard bauen nun viele weitergehende Richtlinien auf, wie die Section 508 in den USA und die Barrierefreie Informationstechnik Verordnung BITV in Deutschland. Die WCAG sind in verschiedene Prioritäten(klassen) eingeteilt, nach denen eine Webseite gestaltet sein sollte. So kann eine Seite Richtlinien eines bestimmten Grades erfüllen, andere nicht. Ein Auszug aus WCAG Priorität1: Dokumente sollten so organisiert sein, dass sie ohne ein assoziiertes style sheet gelesen werden können. Bedeutet, dass wenn ein Dokument ohne sein Style Sheet angezeigt wird, es dennoch lesbar ist.

Webanwendung:

Eine Webanwendung ist eine Sammlung von Webseiten, die miteinander, mit dem Benutzer sowie mit verschiedenen Ressourcen auf einem Webserver, darunter auch mit Datenbanken, interagieren.

Website

(nicht Webseite!) - vom englishen site: Stätte, Bauplatz, Ausführungsort ist der Überbegriff für alle zu einem Internetauftritt gehörenden Seiten/Dateien: Text, Bilder, Formulare etc. Sprich: alles, was unter einem Domain-Namen beispiel.com zu finden ist. Website = der gesamte Internetauftritt eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Privatperson. Der deutsche Begriff Webseite dagegen ist irrführend: eine WebSEITE bezeichnet eine einzelne Seite, also 1 html/php/asp Datei.

Wiki:

Eine Applikation, bei der Benutzer Beiträge schreiben. Diese können von anderen nicht nur gelesen, sondern auch sofort verändert werden. Beispiel: quiztante.de

WWW - World Wide Web:

Englische Bezeichnung für weltweites Netz: der jüngste Dienst im Internet, der sich durch hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnen (sollte) sowie multimediale Elemente enthalten kann. Er hat zur Verbreitung des Internets massiv beigetragen.


X

XML - Extensible Markup Language:

Diese wörtlich Erweiterbare Auszeichnungssprache ist ein Universalkonzept für Datenspeicherung. Deshalb ist sie nicht auf das Internet und das WWW beschränkt. Wenn man mit XML arbeitet, kommt das eher der Kreation eines eigenen Dateityps nahe, als dem Arbeiten mit HTML. XML ist keine Neuentwicklung von HTML oder dessen Nachfolger. XML ist eine Untermenge des schon seit 1986 international standardisierten SGML.


Y


Z

Zertifikat

im Zusammenhang mit dem Internetkommunikation ist ein Zertifikat eine digitale Urkunde. Sie wird von einer dritten Instanz ausgestellt und bestätigt die Identität des Zertifizierten. Beispiel: Sie kaufen auf den Webseiten von ebay ein. Sie sind die Partei1: Surfer. Das Unternehmen ebay ist Partei2 und hat für seine Webseiten ein digitales Zertifikat erworben. Partei3 ist die CA (Certification Authority - auch: Trustcenter, Zertifizierungsstelle), welche die Identität von ebay geprüft und ebay ein digitales Zertifikat ausgestellt hat. Woher wissen sie, dass sie wirklich auf den original Seiten von ebay surfen und nicht auf einer Phishing-Seite, die an ihre Zugangsdaten will? Sie können sich das Zertifikat von ebay in ihrem Browser ansehen! Dort sehen sie, von wem die Identität ebays bestätigt wurde und weitere Informationen.

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